PayPal bietet in Deutschland zukünftig keine Zahlungen an Online Casinos mehr an

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August 25th, 2019
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Spieler aus Deutschland  müssen in Online-Casinos zukünftig auf PayPal als Zahlungsweise verzichten. Die deutsche Regierung hat PayPal jüngst angewiesen, alle Zahlungen an Online-Casinos, die ohne Lizenz in Deutschland angeboten werden, zu unterlassen.

PayPal hat daraufhin seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen aktualisiert, indem es "Angebote, die in Ihrem jeweiligen Aufenthaltsort nicht legal sind, einschließlich einiger Online-Glücksspielangebote" in die Liste der nicht zugelassenen Aktivitäten aufgenommen hat. Die neuen Bedingungen treten am 21. Oktober in Kraft.

Vorherige Warnungen

Das Land Niedersachsen hatte zuvor bekannt gegeben, dass  es einen nicht benannten und bislang noch nicht identifizierten internationalen Zahlungsdienstleister angewiesen hatte, alle Verbindungen zu international agierenden  Casino-Anbietern abzubrechen, die deutschen Kunden ohne offizielle Genehmigung zur Verfügung stehen. Es wird davon ausgegangen, dass es sich dabei um PayPal handelte.

Über Online-Glücksspiele in Deutschland

Schleswig-Holstein ist nach wie vor das einzige Bundesland, das in Deutschland Lizenzen für Online-Casinos vergeben hat. Nachdem die erteilten Lizenzen im Frühjahr ausgelaufen waren, verlängerte sie das Land sie mit der Einschränkung, dass Online-Casino-Betreiber die Werbung von Kunden außerhalb Schleswig-Holsteins unterlassen sollten. Einer dieser Online-Anbieter, GVC Holdings Bwin, hat PayPal für deutsche Online-Spieler bereits im vergangenen Dezember ausgeschlossen.

Derzeit gibt es bundesweit in allen 16 Ländern Pläne, mit der Zwischenlizenzierung von Online-Sportwettenanbietern zu beginnen. Zu diesem Zweck müssen die qualifizierten Betreiber aber ihre deutschsprachigen Online-Casinos einstellen. Es wird erwartet, dass sich die Bundesländer bis zum 30. Juni 2021 einigen.

Hintergründe

Deutschsprachige Anbieter haben gerade in Hessen über neue Regularien diskutiert. Dabei war auch das Verbot von Nicht-Sportprodukten ein Thema, ebenso wie das Verbot von Live-Wetten und das geplante Einsatzlimit von 1.000 € pro Nutzer sowie eine strenge Steuerlast von 5% auf Glücksspielumsätze.

Nach dem Treffen kündigten die Minister der Länder an, dass sie die monatliche Ausgabenobergrenze von 1.000 Euro überdenken wollen. Deutsche Online-Kunden hingegen sollten auf harte Einschränkungen vorbereitet sein, wie zum Beispiel die Voraussetzung, dass sie sich nie in einem Zentralregister der selbst ausgeschlossenen Spieler eingetragen haben. Betreiber sollten auch über separate Lizenzen für Werbezwecke auf deutschem Boden verfügen.

Alle bisherigen Regeln gelten jedoch für den vorläufigen Lizenzzeitraum noch, der 2021 abläuft. Die einzelnen Länder sollten sich nach Kräften bemühen, sich auf einen liberaleren Glücksspielvertrag zu einigen.

Quelle:

"PayPal cutting off German online casino payments in October", Steven Stradbrooke, calvinayre.com, 21. August 2019.

 

 

“PayPal hat daraufhin seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen aktualisiert”

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