Australien testet Pille gegen Spielsucht

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December 23rd, 2012
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Nachdem das Medikament bei Alkoholikern bereits gewirkt hat, soll Naltrexone demnächst auch bei süchtigen Glücksspielern getestet werden. Die Forscher an der Universität von Melbourne und dem St. Vincents Krankenhaus stehen kurz vor einem klinischen Experiment: Eine Pille, von der sich die Forscher erhoffen, dass sie Menschen, bei denen Glücksspiel zu einem Problem geworden ist, dabei unterstützt, bessere Entscheidungen zu treffen.

Naltrexone wurde entworfen, um die Euphorie, die von Opioid ausgeht, zu dämpfen und damit das suchthafte Verlangen danach zu dämpfen. Dies könnte nun auch mehr als einer halben Million Australiern helfen, die von Spielsucht befallen sind oder als Risikogruppe gelten, was das Land etwa 4,7 Milliarden Australische Dollar kostet.

Von der Australischen “Drug Foundation” wird Naltrexone als verschreibungspflichtiges Medikament beschrieben, das eingesetzt wird um 1. Menschen zu helfen, die von Opioid wie Heroin entgiftet werden 2. um Menschen zu helfen, die alkoholsüchtig sind, um sie vom Alkohol fernzuhalten und 3. als experimentelle Behandlung während eines besonders schnellen Opioid-Entzugs.

In der Pharmazie gilt Naltrexone als ein Gegenmittel für Opioid, die die Rezeptoren hiervon im Gehirn blockieren. Im Gegensazu zu Implantaten auf Natrexone-Basis sind gering dosierte Natrexone Tabletten von der „Therapeutic Goods Administraion“ genehmigt worden.

Der Unterschied zwischen vorherigen Untersuchungen zur Wirksamkeit von Natrexone bei Spielsucht und dieser Studie liegt darin, dass hier zum ersten Mal tatsächliche Effekte messen kann.

Die Studie wird durchgeführt von Darren Christensen von der University of Melbourne. Zu Beginn werden neuen Problemspieler mit geringfügigen Dosen von Naltrexone Tabletten versorgt. Bei den Spielern werden dann mittels Kernspintomographie Blut und Gehirnströme untersucht um die Effekte des Mittels auf das Gehirn zu untersuchen, wenn den Probanden Entscheidungsaufgaben vorgelegt werden. Diese werden dann mit denen verglichen, die bei Spielsituationen vorliegen.

„Dies ist eine Weltpremiere, wir geben den Problemspielern Naltrexone und scannen ihre Gehirn vor und nach der Medikamentaufnahmen unduntersuchen dann ihren Drang zum und ihr Verhalten beim Spielen“, so Christiensen.

Der Suchtexperte und Mediziner Professor Jon Currie beobachtet: “Wir müssen uns vor Augen halten, dass Naltrexone von der TGA zugelassen wurde und in Tablettenform für Alkohol- und Heroin- Suchtpatienten bereits eingesetzt wird. Es ist also von der Australischen Regierung für diese Zwecke freigegeben.“
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